



FEEL FREE TO SAY NO
Der Start der Kampagne “Feel free to say no” zum Weltnichtrauchertag, dem 31. Mai 2002, wurde von der Ausstrahlung des ersten von mehreren TV-Spots (Übertragung auf 40 TV-Sendern in ganz Europa) zur Kampagne begleitet. Europäische Fußballstars wie Luis Figo, Zinedine Zidane oder Michael Ballack sprechen sich hier mit einem klaren „Nein“, “No” oder “Nao” gegen das Rauchen aus.
Etliche europäische Popstars wie Sophie Ellis Bextor, Wonderwall, David Charvet, B3, Liberty X, Billy Crawford, Natural, Tiziano Ferro, A-Teens oder auch US-Star Moby machten es vor: Sie engagierten sich gemeinsam für die EU-Kampagne gegen das Rauchen bei Jugendlichen. In einem TV-Spot machten sie mit einem klaren "No" deutlich, dass sie den blauen Dunst absolut uncool finden.
Auch für 2schneidig wurde die EU-Kampagne "Feel free to say no" zu einem wichtigen Anliegen. Er engagierte sich deutschlandweit mehrfach und bezog klar Stellung gegen das Rauchen und den Konsum von Drogen.
Hier war 2schneidig im Auftrag der EU-Kampagne "Feel free to say no" unterwegs:
| Datum | Ort |
| 29.05.2003 | D-Essen |
| 30.05.2003 | D-Essen |
| 31.05.2003 | D-Essen |
| 26.06.2004 | D-Kiel |
| 15.07.2004 | D-Offenbach |
FEEL FREE TO SAY NO
Eine Imagekampagne für das Nicht-Rauchen
Die Europäische Kommission startete am 30. Mai 2002 mit einer Pressekonferenz in Paris eine paneuropäische Informationskampagne zur Prävention des Rauchens bei Jugendlichen. Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, David Byrne, stellte die Kampagne persönlich der versammelten internationalen Presse vor. Das Ziel der auf drei Jahre angelegten Informations- und Präventionskampagne war ambitioniert und zugleich unmissverständlich: Junge Menschen in ganz Europa sollen vom Rauchen abgehalten, bzw. dazu veranlasst werden, das Rauchen aufzugeben.
FEEL FREE TO SAY NO
Der Claim der Kampagne lädt dazu ein, wirkliche Freiheit zu genießen. Hier wird kein Verbot ausgesprochen oder mit dem erhobenen Zeigefinger hantiert - vielmehr wird etwas erlaubt, was Jugendlichen in der Regel nicht gestattet ist: nein zu sagen. Nein zu Drogenmissbrauch und Abhängigkeit, nein zu Gruppenzwang und Uniformität, nein zu Zigaretten und Nikotin. Wirkliche Freiheit ist die Freiheit, nein zu sagen. "FEEL FREE TO SAY NO" kann als Image-Kampagne für Nichtraucher verstanden werden. Die Botschaft der Kampagnenkommunikation lautet demnach: Wer raucht ist nicht frei, sondern gefangen in der Sucht nach Nikotin - Zigaretten lösen grundsätzlich keine Probleme, sie schaffen welche.
Die Kernbotschaften der Kampagne werden nicht wie ein Verbot oder eine Warnung inszeniert, sondern sie werden vielmehr auf emotionale, sympathische und kreative Weise kommuniziert. Deshalb wird die Kampagne den Claim "FEEL FREE TO SAY NO" in einen überraschenden und augenzwinkernden Zusammenhang stellen: Wirklich unabhängig sind diejenigen, die bewusst auf das Rauchen verzichten und sich nicht zu Opfern der Zigarettenindustrie und ihren manipulativen Marketingstrategien zu machen. Zudem riskiert jeder junge Einstiegsraucher seine Gesundheit und letztlich sein Leben. Diese Botschaften gilt es in die Lebenswelt der Jugendlichen in Europa zu transportieren, und zwar über die Vermittlung eines positiven, rauchfreien Lebensgefühls.
Rauchen ist tödlich
Rauchen ist in den Industrieländern die häufigste und wissenschaftlich am deutlichsten belegte Einzelursache für den Krebstod. Nikotin ist die suchterzeugende Droge, die in allen Tabakprodukten enthalten ist und am schnellsten abhängig macht. Der Rauch einer Zigarette enthält zudem über 4000 chemische Bestandteile, viele dieser Inhaltsstoffe sind hochgiftig, mindestens 43 von ihnen können Krebs auslösen. Die Folge: Mehr als 500.000 Menschen sterben jährlich in der Europäischen Union an den Folgen des Rauchens, weltweit sind es vier Millionen. Die EU-Kommission richtet sich mit der Kampagne in erster Linie an junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren, schließlich haben mehr als 80% der Raucher vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen. Die Beweislast gegen das Rauchen ist erdrückend. Deshalb will die EU-Kommission nun aktive Imagearbeit für das Nicht-Rauchen leisten, um so eine Trendwende im gesellschaftlichen Ansehen des Tabakkonsums herbeizuführen.
Manipulationen durch die Tabakindustrie aufdecken
Jugendliche als neue Raucher zu gewinnen, ist in den letzten Jahren zum Hauptziel der Tabakindustrie geworden. Dabei spielt die Tabakwerbung eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der sozialen Akzeptanz des Rauchens und soll ein "cooles" Image für Raucher kreieren. Gleichzeitig verwischen die Tabakkonzerne die abhängig machende Wirkung des Nikotins und streiten die gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums ab.
In jüngster Zeit versucht die Tabakindustrie den Anschein zu erwecken, sie sei nunmehr gegen das Rauchen von Jugendlichen und fördere Maßnahmen, die Minderjährige vom Rauchen abhalten sollen. Mit dieser Strategie der Selbstbeschränkung erzielt die Tabakindustrie außerordentlichen Erfolg. Das Engagement im Jugendschutz soll indirekt das Märchen vom ‚bewussten' Griff Erwachsener zur Zigarette stärken (das gewaltige Suchtpotential von Nikotin bleibt unerwähnt), Verunsicherung von Kritikern, Verharmlosung, der Versuch, sich in Einklang mit der öffentlichen Meinung zu bringen sollen weitere gesetzliche Beschränkungen der Tabakwerbung verhindern.
Die Tabakindustrie entwickelt ihre diffizilen Strategien zur Umgehung eines vollständigen Werbeverbotes aus gutem Grund: Teenager sind nach neuesten Studien aus den USA dreimal stärker empfänglich für Tabakwerbung als Erwachsene. Die langjährige Markenbindung eines erwachsenen Rauchers wird im Jugendalter geknüpft. Aus Sicht der großen Tabakkonzerne muss also gerade hier die Markenbindung ansetzen.
EU weltweit Vorreiter bei der Bekämpfung des Tabakkonsums
Im Juni des letzten Jahres verabschiedete die EU eine strenge Richtlinie über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen. Die neuen Warnhinweise auf Zigarettenpackungen werden künftig eine Fläche von 35% der Vorderseite und 40% der Rückseite jeder Schachtel einnehmen. Sie lauten: "Rauchen ist tödlich". Zudem senkt die Richtlinie mit dem 1. Januar 2004 den zulässigen Höchstgehalt an Teer und Kohlenmonoxid auf 10 mg bzw. Nikotin auf 1 mg je Zigarette.
Bereits ab dem 30. September 2003 dürfen Begriffe, Namen, Marken sowie Zeichen, die den Eindruck erwecken, dass ein Tabakerzeugnis weniger schädlich sei als andere, auf der Verpackung nicht mehr verwendet werden. Damit werden irreführende Bezeichnungen wie "light" oder "mild" für Zigaretten verboten. Mit der neuen Richtlinie steht die EU weltweit an der Spitze der Bekämpfung des Tabakkonsums.
Neben den Richtlinienvorstößen der EU-Kommission, die in der Vergangenheit immer weitreichendere Werbeverbote für Tabakerzeugnisse sowie strengere Vorschriften zu Warnhinweisen auf Tabakverpackungen durchgesetzt hat, will die EU nun aktive Imagearbeit für das Nicht-Rauchen leisten.
Keine herkömmliche Anti-Drogen-Kampagne
Jugendliche verfügen heute über eine hohe Medienkompetenz. Sie lieben mediale Überraschungen und das ironische Spiel mit Bildern und Worten. Deshalb wird die Kampagne den Claim "FEEL FREE TO SAY NO" in einen überraschenden und augenzwinkernden Zusammenhang stellen. Dieser Aspekt unterscheidet "FEEL FREE TO SAY NO" grundlegend von bekannten Anti-Drogen-Kampagnen. Jugendliche leben im "Hier und Jetzt". Ihr "Gesundheitshorizont" erstreckt sich vor allem auf das aktuelle Wohlbefinden und weniger auf mögliche spätere Gesundheitsbeeinträchtigungen und Krankheiten. Die Argumentation konzentriert sich deshalb auf positive affektive Komponenten und setzt an der Lebenswelt und an dem Lebensgefühl der jungen Menschen an.
Die Kernbotschaften der Kampagne
Die Kernbotschaften der Kampagne werden nicht wie ein Verbot oder eine Warnung inszeniert, sondern sie werden vielmehr auf emotionale, sympathische und kreative Weise kommuniziert. "FEEL FREE TO SAY NO": Wirklich unabhängig sind diejenigen, die bewusst auf das Rauchen verzichten und sich nicht zu Opfern der Zigarettenindustrie machen, die versucht, sie zu manipulieren. Zudem riskiert jeder junge Einstiegsraucher seine Gesundheit und letztlich sein Leben. Zigaretten lösen grundsätzlich keine Probleme, sie schaffen welche. Diese Botschaft gilt es in die Lebenswelt der Jugendlichen in Europa zu transportieren, und zwar über die Vermittlung eines positiven, rauchfreien Lebensgefühls.
2schneidig als Teil der Kampagne
Der Künstler 2schneidig konnte sich mit dieser Botschaft identifizieren und machte Sie zu einem seiner Anliegen. In mehrern deutschen Städten engagierte sich 2schneidig im Rahmen der EU-Kampagne und setzte sich gegen den Tabakkonsum unter Jugendlichen ein.

